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ARBEITSPLATZ DER ZUKUNFT

IT UND KOMMUNIKATION

Wie werden wir in der Zukunft arbeiten? Welche Werkzeuge nutzen Unternehmen, und warum lohnt es sich, etwas genauer hinzuschauen?

Wir haben festgestellt, dass wir aktuell verschiedene Gründe haben, warum ausgerechnet jetzt über den „Arbeitsplatz der Zukunft“ nachgedacht werden sollte.

Generation Y
Einerseits ist nun die Generation Y in den Büros angekommen. Die Generation Y, geboren etwa 1980 bis 2000, gilt als gut ausgebildet, sie zeichnet sich durch einen technikaffinen Lebensstil aus. Insbesondere handelt es sich um die erste Generation, die größtenteils in einem Umfeld von Internet und mobiler Kommunikation aufgewachsen ist – die erste Generation der Digital Natives.

Diese neuen Mitarbeiter werden nicht mit der Technik von vor 5 Jahren zufrieden sein. Der Anspruch an effektives Arbeiten leitet sich schon aus dem Lebensziel dieser Generation ab. Die Ypsiloner arbeiten lieber in Teams als in Hierarchien. Wichtiger als Status und Prestige ist ihnen die Freude und die Möglichkeit zur Selbstverwirklichung sowie mehr Zeit für Familie und Freizeit. Sie wollen nicht mehr dem Beruf alles unterordnen, sondern fordern eine Balance zwischen Beruf und Freizeit. Sie streben einen Job an, der einen Sinn bietet. Die Generation Y verkörpert einen Wertewandel, der auf gesellschaftlicher Ebene bereits stattfindet, den die jungen Beschäftigten nun aber auch in die Berufswelt tragen.

Digitalisierung
Als zweite Komponente wird sich die Digitalisierung massiv auf die Arbeitswelt auswirken. Ähnlich wie früher die Erfindung der Dampfmaschine stellt heute die Digitalisierung die Arbeitsweise der Firmen komplett auf den Kopf. Auch ohne die Auswirkungen im Detail zu beleuchten, ist es diese Veränderung auf jeden Fall wert, über den Arbeitsplatz der Zukunft nachzudenken.

Wie sieht er denn nun aus, der Platz, an dem wir bald arbeiten werden? Ist es überhaupt noch ein fester Platz, und welche Technologie werden wir nutzen?

Zukunftskompatible Technologie
Wir als WTG beschäftigen uns im Wesentlichen mit der Technologie – den zukunfts­kompatiblen ITK Strukturen mittlerer und großer Unternehmen. Für unterstützende Erkenntnisse über zukunftsfähige Arbeitsplätze – aus Sicht der Entscheider ebenso wie aus Sicht der Arbeitnehmer – ist es sinnvoll, die Analysten zu befragen.

Arbeitsplatz-der-Zukunft-Studie
Hierzu haben wir die Studie Arbeitsplatz der Zukunft 2017 von IDG genutzt. IDG (International Data Group) ist ein international führender Dienstleister für die ITK- und Auto-Branche sowie alle anderen in der digitalen Transformation stehenden Branchen.

Studienergebnisse (Auszug)
Immerhin 79 Prozent der Arbeitsplätze sind nur „ansatzweise“ so bzw. noch „weit entfernt“ von der idealisierten Zukunft. Dennoch überwiegen für sechs von zehn Arbeitnehmern die erwarteten Vorteile aus dem Arbeitsplatz der Zukunft, nur ein Drittel ist noch unentschlossen. Gerade einmal jeder Zwölfte der Befragten gewichtet die Nachteile und Risiken aus dem Arbeitsplatz der Zukunft schwerer. Dies sind tendenziell eher Frauen als Männer und eher Ältere: 11,5 Prozent der über 50-Jährigen gegenüber 3,2 Prozent der unter 40-Jährigen.

Das traditionelle Arbeitszeitmodell von 9 bis 17 Uhr hat ausgedient, zum Arbeitsplatz der Zukunft gehört flexible Zeiteinteilung. Dies fordern nicht nur junge Mitarbeiter, sondern Vertreter aller Altersstufen. Die Spreizung liegt gerade mal bei zwei Prozentpunkten. Und auch Frauen und Männer liegen nur fünf Prozentpunkte auseinander.

Home-Office ist ein Wunsch vieler Arbeitnehmer, um an einigen Tagen Ruhe zu haben, private und berufliche Aufgaben zu integrieren oder langes Pendeln zu reduzieren. Dahinter folgt die „Arbeit von überall“, was vor allem den Anforderungen des Vertriebs und des Kundendienstes geschuldet ist. 60 Prozent der Frauen wünschen sich Home-Office, aber nur 49 Prozent der Männer. Deren wichtigster Wunsch ist tatsächlich der standortunabhängige Zugriff auf alle Daten.

Virtuelle Teams sind in vielen Organisationen heute schon Realität. Dies betrifft über mehrere Standorte verteilte Unternehmen ebenso wie Firmen, die auf externe Fachkräfte oder Berater setzen. IT-Themen wie Collaboration, Video und Präsenz haben hohe Priorität.

Mehr Infos
→ im IDG-Studienshop mit Leseprobe der IDG-Studie Arbeitsplatz der Zukunft 2017

15.11.2017